Dänemark, EFD / EVS, InsellebenAugust 19, 2009 12:18 pm

Ich könnte jetzt sagen: "Bald geht es wieder nach Hause.", aber diese Aussage wäre nicht ganz richtig.

Denn es geht wieder in mein deutsches Zuhause. Strynø, mein Dänemark, liegt in drei Tagen hinter mir. Ich werde es unglaublich vermissen und mich sicher schon auf der Fährfahrt nach Rudkøbing zurückwünschen, und doch: The show must go on. 

Es wird weitergehen mit deutscher Großstadt und Studium, und Forest wird hier auf der Insel die Stellung halten.

Eigentlich würde ich gerne mein Jahr hier rekapitulieren, doch es wurde bestimmt viel zu pathetisch und melodramatisch werden, deswegen gibt es nun nur ein letztes Bild

 

 

und ein

 

Farvel og tak!

Schafe, Dänemark, InsellebenJuly 12, 2009 12:10 pm

Es ist unverwunderlicherweise wieder still hier geworden.

Ich bin nun schon elf Monate und zwei Wochen hier - in sechs Wochen muss ich Strynø den Rücken zukehren. Mittlerweile bin ich mit der Sprachschule fertig, was bedeutet, dass ich eigentlich gar nicht mehr von der Insel runterkomme und fast jeden Tag arbeite. Schlimm genug, denn das lässt die Zeit noch etwas schneller voranschreiten.

Wenn ich also nicht gerade in Wehmut schwelge, Kühe umherfahre und Schafen Wasser gebe oder Gästen hinterherräume und Milchkaffee verkaufe, dann ist es zumindest manchmal so warm, dass man mit Wassermelone und Badezeug raus aufs Wasser fahren kann, um sich ein bisschen dänischen Sommer zu gönnen.

   

 

 

 

Und jetzt - für alle Interessierten zum Mitschreiben und Videorekorder programmieren:

Am Sonntag, den 2. August um 20:15 Uhr auf dem NDR kommt eine Reportage über Strynø und weitere Inseln der Region - meine Hood also.

Eine Programmvorschau gibt es hier.

InsellebenMay 26, 2009 7:55 pm

Und, ward ihr schon schwimmen? Unter freiem Himmel, in einem nicht beheizten (künstlichen oder natürlichen) Gewässer? Nein?

Aber ich!

 

Heute nach einen Weltuntergangsgewitter wurde es verhältnismäßig schwül-warm - fast 28 Grad. Zumindest in Hausnähe. Trotz der lauen Brise direkt am Wasser haben wir uns nicht abschrecken lassen und sind ins kühle eiskalte Nass gerobbt. Denn leider muss man für eine schwimmgeeignete Wassertiefe ca. einen halben Kilometer hinauslaufen. Dann ein bisschen Wassermelonen essen und Sonne auf den Bauch scheinen lassen - alles in allem: Der Sommer ist da.

 

 

 

Dänemark, InsellebenMay 10, 2009 9:51 am

Es wird Sommer hier. Das erkennt man daran, dass es jetzt zwar warm wird (tagsüber gerne mal um die zwanzig Grad), man davon aber nichts mitbekommt, weil zu den Sommermonaten der Wind auffrischt und es dadurch irgendwie kälter ist, als im Frühling. Ich liebe Dänemark!

Ende April kochten Tamina und ich für das "Fællesspisning" (= gemeinsames Essen). Jene Veranstaltung in der Turnhalle der Schule, bei dem sich ein paar Leute freiwillig zum Kochen bereit erklären und sich der Rest der Insel anmelden kann und dann einen kleinen Preis bezahlt, um am Essen teilzunehmen. Wir entschieden uns die Dänen etwas zu verwirren und machten ene Grießklößchensupp zur Vorspeise und Buchteln mit heißer Vanillesoße als Hauptspeise. Unsere 76 Gäste (!) waren etwas verwirrt, ob der Tatsache, dass man auch etwas Süßes als Hautspeise essen kann. Da wir aber den ganzen Tag lang in der Küche standen und wie bekloppt Gemüsebrühe gerührt und Hefeteigbällchen geformt und mit Marmelade gefüllt haben (ca. 200) und unsere Finger dementsprechend mit Teig und Butter überzogen waren, habe ich hiervon leider keine Fotos. Es war dennoch alles in allem ein voller Erfolg, es scheint zumindest geschmeckt zu haben.

Seither waren wir oft mit Yrsa, der Kuhfähre, unterwegs. Sonntags ungefähr sechs Stunden bei Rückenwind von Strynø nach Illumø, dann Montags 80 junge Stiere von Bøjden am Festland auf die mit Yrsa 20 min entfernte Insel Illum bringen, Dienstags zurück und auf dem Rückwind weitere 30 Kühe aufsammeln und auf eine weitere Insel bringen, ehe wir wieder den Heimathafen anlaufen sollten.

 

Hier esse ich gerade eine 30 Jahre altes Würstchen aus einer Grönland-Sturmration, die bis ca. 2456 haltbar sein soll.

Die Monstertour mit 80 Kühen klappte glücklicherweise gut, wir mussten dafür mehrere Male hin und her fahren, weil wir jeweils nur 15 Stück Vieh geladen haben. Die Tour am nächsten Tag, war weitaus abenteuerlicher. Weil wir faul waren und nicht zweimal fahren wollten, luden wir alle 30 einjährigen Kälber auf und hofften auf Hochwasser, denn mit diesen 4/5 Tonnen lagen wir ganz schön tief im Wasser.

Unterwegs fiel uns leider einer der beiden Motoren aus, weshalb Flemming unter Deck war, während Tamina steuerte und ich vorne an Yrsas Klappe stand und ein paar neugierige Stiere daran hinderte über Bord zu springen. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass mir die Stiere die Hand ablecken dürfen, wenn sie artig sind.

An der Zielinsel angekommen war leider ganz und gar kein Hochwasser und wir kamen nicht weiter als bis 25 Meter vor Küstenbeginn. Aber irgendwie mussten wir diese Tiere ja von Bord bekommen. Wir hüpften dann in Wathosen ins Wasser, öffneten die Klappe und hoffeten, dass die Kühe es begreifen und den kürzesten Weg zum Land laufen (durch ca. brusttiefes Wasser). Eine erste mutige hüpfte dann allen voran und hastete schnell auf den Strand. Die anderen, waren leider nicht so schlau. Zwei sind unter unseren Seilen weggepaddelt und liefen dann um Yrsa rum, währed in Zeitlupe hinterherrannte und hoffte, dass das bereits seitlich wegtreibende Schiff mit nicht auf den Kopf fällt. Nach diesen Anfangsschwierigkeiten plaschten aber auch die restlichen Kühe ins Wasser und gingen an Land. Wir mussten uns nur beeilen auf user wegtreibendes Schiff aufzuspringen, was ja plötzlich viel leichter geworden war!

  

Letzten Montag waren wir beim Inselyoga. Einer unserer neuen Inselbewohner ist Yogalehrer und hat kostenlose Probestunden angeboten, um zu sehen, ob Interesse für einen Kurs besteht. Es war zwar eine dieser etwas esotherischen Yoga-Arten, hat mir aber dennoch Spaß gemacht. Und es war einfach toll zu sehen, wie die netten Nachbarn einen Kopfstand machen.

Der Inselaktivitäten immer noch nicht müde haben wir Freitag bei einer Strandaufräumaktion mit angeschlossenem Flohmarkt teilgenommen. Die Schule veranstaltet das jedes Jahr, um Geld für die Klassenfahrt zu sammeln.

Erst gehen einzelne Gruppe verschiedene Abschnitte des Strandes entlang und sammeln Müll auf. Dann trifft man sich wiederin der Schule, es gibt sebstgemachte Brote und Kuchen und danach findet in der Turnhalle ein Flohmarkt statt, für den man vorher etwas spenden konnte. Eine super Aktion, auch wenn ich außer einem Thunfischsandwich nichts kaufen konnte.

Und nun - Preview auf meine nächste Woche. Es kommt ein Kamerateam und wir drehen tatsächlich einen sechsminütigen Werbefilm für das Smakkecenter! Der wird sicherlich nur dreimal nachts um zwölf ausgestrahlt, aber wir bekommen ihn auf DVD, also ist alles halb so schimm.

InsellebenFebruary 9, 2009 7:10 pm

Auch Fasching geht an Strynø nicht vorbei. So haben wir letzten Samstag ein Kostümfest gehalten. Etwas mehr als 30 Inselbewohner trafen sich im "Festsaal" der Strynø Schule um nach sehr viel Wein und gutem, thailändischen Essen noch eine flotte Sohle aufs Parkett zu legen. Let’s twist again!

Ein Pirat, eine Erdbeere, die drei Musketiere und D’Artagnan, ein Imker, eine Hippie-/Roboter-/Wikinger-/Indianer-/Troll-/Tausend-und-eine-Nacht-Familie, ein Karate-Kid, eine Fee … alles war dabei. Da mein Chef Flemming bis einen Tag vor dem Fest immernoch kein Kostüm hatte, haben wir ihm kurzerhand eines gebastelt. So musste er als Fender gehen, was zwar äußerst amüsant, aber bestimmt wenig komfortabel war.

Ich ging übrigens als Laubbaum.

 

 

 

 

 

Paul, Marco, John und Liese a.k.a. D’Artagnan, Athos, Porthos und Aramis.

 

 

Tamina als Strahle-Erdbeere.

 

 Kjeld als Karate-Kid und einer unserer Nachbarn als fantastischer Clown.

 

Margareth als Piratenbraut. Leider ist ihr Papagei von der Schulter gestürzt.

 

Lagerfeuer gab es auch.

 

Torben R2D2.

 

 

Flemming-Fender. Er hat es nicht länger als eine Stunde in dieser tragbaren Sauna ausgehalten.

 

Er musste dann doch noch seine Sonnebrille und seine Perücke abnehmen, weil ihn niemand erkannt hat.

 

 Für alle anderen: Guten Appetit.

Für mich: Gute Photosynthese.

 

Links im Bild auf meiner Hutkrempe: Der kleine tote Vogel, den Kjeld morgens noch in der Werkstatt gefunden hat. (Tschuldigung, Mama, aber das musste sein.)

 

Baum und Fender tanzen.

 

 

 

 

Neil hat hier auch noch ein paar sehr schöne Bilder eingefangen.

InsellebenFebruary 3, 2009 7:25 pm

Strynø spielt ja ohnehin in einer Liga mit New York, Madrid oder London. Doch wie in jeder internationalen Metropole tauchen hier und da Zeichen des Terrors auf. Das stille Inselleben wird durch neue Eindringliche erheblich gestört. In den letzten Tagen traten vermehrt Fälle auf, in denen brünftige Fasanenmännchen unter den Fenstern der Strynø-Bewohnern ihr böshaftes Spiel treiben. Stundenlang und zu jeder Tageszeit gackern sie erst für einige Minuten, flattern dann schreckhaft auf um in sich gleich wieder auf ihren angestammten Platz zu setzen bis sie wieder losgackern. Anwohner werden so systematisch psychisch geschwächt und in den Wahnsinn getrieben. Die "Terroreinheit Brünftiger Fasanenmännchen" zeichnen sich durch ihre extrem albernen Gluckslaute aus, die dem Krähen eines pubertierenden Hähnchens mit Schluckauf gleichen. Über ein Motiv wird weiterhin spekuliert.

Gegen die Gruppe ist ein Strafverfahren eingeleitet worden.

Wenn Sie die Fasanen erkennen oder einen anderen der Ermittlung dienlichen Hinweis haben, wenden Sie sich bitte an die nächste Polizeitdienststelle.

InsellebenFebruary 2, 2009 10:44 pm

 

Nach fünf Monaten hat endlich wieder der Kaufmann auf Strynø geöffnet. Der Besitzerwechsel wurde groß gefeiert - besonders weil diesmal ein ganz besonders nettes Paar die Aufgabe übernommen hat. Der kleine Laden hat sogar sonntags zwei Stunden auf, man bekommt dort eigentlich alles, was es auch in einem normalen Supermarkt gibt, es bloß keine große Auswahl. Aber das ist den Inselbewohnern auch gar nicht wichtig. Alle haben sich gefreut, dass sie ab jetzt wieder frisches Obst und Gemüse, Backwaren und sonstiges Allerlei von Hundefutter bis Tiefkühlerbsen um die Ecke kaufen können. Es ist überraschenderweise auch nicht teurer als in anderen Geschäften. Da unterstützt man seinen lokalen Kaufmann doch gerne und überhäuft ihn zur Eröffnung mit Gutscheinen und Blumen.


 

Auf der Einweihnungsfeier gab es sogar Live-Musik, Häppchen und dänisch-stilecht -selbstredend!- Bier und Wein um drei Uhr mittags.

Nach der Eröffnung ging es zur geheimen Strynø-Kaufmann-Eröffnungsfeier-After-Show-Party, getarnt als "Frauenabend". Woran ich merke, dass ich nun schon mehr als sechs Monate hier bin: Ich konnte den Gesprächen tatsächlich folgen. Aber um beim Thema Jugendstil meine Darmstadt-Anekdoten einzubringen, muss ich noch schneller werden. Wobei mir das in dieser Runde vermutlich auch nicht auf Deutsch gelungen wäre.

 

Dänemark, EFD / EVS, InsellebenJanuary 11, 2009 9:45 pm

Wer sich fragt, was ich eigentlich die ganze Zeit gemacht habe: Ich habe über Weihnachten die dänisierte Version meinerselbst zurückgelassen und bin für ein paar Wochen nach Hause gefahren! Eine Woche vor Heiligabend habe ich mich in den Zug gesetzt (leider nicht in den richtigen) und bin Richtung hessische Heimat gefahren. Nachdem ich dann die Feiertage und auch Silvester erfolgreich absolviert habe - ein gebratener Truthahn und eine 80er Packung Böller, was will man mehr? - war ich dann noch ein paar Tage bei meinem Liebsten in Brandenburg. Kuschelige -20 °C, Schlittschuhfahren auf einem See und Rodeln durch die Wälder haben meinen darauf folgenden Aufenthalt in Kopenhagen wie einen Sommerurlaub wirken lassen. Dort war ich nämlich zuletzt auf einem der verpflichtenden EVS-Seminare. Wie üblich wird man dort früh morgens aus dem Bett geworfen, trinkt dann den ganzen Tag Kaffee und redet über seinen Auslandsaufenthalt und macht Ringelpietz-mit-Anfassen-Energizer-Spielchen. Die sind teilweise so albern, dass ich bereits jeglichen Stolz und Würde verloren habe und stets bereit bin, mich vor einer Gruppe zu blamieren, wenn nur genügend Leute mitmachen. Ein bisschen was von Kopenhagen konnte ich natürlich auch sehen und es war auch immer besonders nett mit den anderen Volunteers zu reden. Fazit dieses Seminars: Ich leide nun an akutem Schlafmangel und habe das dringende Bedürfnis noch etwas mehr in der dänischen Hauptstadt zu verbringen. Mit etwa einer Million Einwohner ist sie vermutlich eine der kleinsten Hauptstädte Europas, aber dennoch nicht klein genug um alles in den wenigen Tagen erkunden zu können.

Zurück auf der Insel gibt es erst einmal nicht viel Neues. Montag werde ich das erste Mal seit fast vier Wochen wieder arbeiten. Ich bin gespannt, wie lange man es bei etwa 2 °C in der Werkstatt aushalten kann. Ich verspreche, nicht absichtlich an einem Stahlpfosten zu lecken. Sollte ich nicht festgefroren sein, gibt es bald wieder Berichte von mir.

EFD / EVS, InsellebenDecember 16, 2008 7:44 pm

Letzten Donnerstag hatte ich eine besondere Grenzerfahrung: Ich schloss mich einer Segel-Tour nach Bagenkop an. Auf Strynø haben sich ein paar Leute als Eignergemeinschaft zusammen gefunden und ein großes Segelboot gekauft. "Helene" liegt ganzjährig im Wasser, musste aber als doch etwas betagtere Dame aufs Land gebracht werden, um ein paar Reparaturen unter der Wasserlinie zu erledigen.

 

Um viertel vor sieben in der Früh sind wir gestartet. Es war natürlich gar nicht kalt und dunkel. Tamina und ich hatten zum Glück unsere Bikinis dabei um einen Sprung ins erfrischende Nass zu wagen.

Nach zweieinhalb oder drei Stunden haben wir in Bagenkop angelegt und während wir auf die Hafen-Leute warteten, konnten wir die "Maritime efterskole Sydlangeland" bewundern. Efterskolen sind die weiterführenden Schulen in Dänemark, einige davon haben sich auf ein bestimmtes Thema spezialisert, die in Bagenkop auf Seefahrt. Ich fand den kleinen Traktor allerdings toller als die efterskole.

Nach einer kleinen Tour durch den Hafen saßen Tamina und ich wieder unter Deck - und prompt wird der Wagen für Helene ins Wasser gelassen. Ein riesiges Gestell auf Schienen, auf das wir dann draufgefahren sind. Helene wurde festgezurrt und eine Seilwinde hat uns aus dem Wasser gezogen. Auf den Stufen, die man im Hintergrund sehen kann, sind ebenfalls Schienen. Das Gestell wurde dann vom Wagen seitwärts durch eine weitere Seilwinde dort hinbewegt.

 

Ergebnis: beeindruckend. Dann konnten wir uns an die Arbeit machen. Helene wurde hochdruckgereinigt, das Ruderblatt wurde abmontiert und der Rest der Mannschaft vergnügte sich damit die Farbe um die Fugen zwischen den Planken unter der Wasserlinie abzukratzen. Diese Fugen sollen neu ausgespritzt werden (den Namen der Masse habe ich bereits vergessen).

 

 

 Nach ein paar Stunden hatten wir die Farbkrümel in allen Körperöffnungen hängen und damit wahrscheinlich eine Kupfervergiftung (Geht das? Und ist das wirklich Kupfer? Notiz an mich: Mehr Material-Kenntnisse aneignen.) Mit dem Bus und der Fähre ging es dann wieder zurück nach Strynø, wo ich dann mehrere Stunden damit zubrachte meinen Overall und die hunderten Pullis und Socken und Strumpfhosen wieder auszuziehen.

   

Dänemark, Inselleben 6:41 pm

Vom Fællespisning hatte ich ja schon berichtet. Eine andere tolle und sehr insel-eigene Sache ist der Filmklub. Einmal im Monat werden in der Turnhalle der Schule / Bibliothek / Übungshalle für den Schießverein eine Leinwand, ein Beamer und ein paar Stühle aufgebaut. Es gibt Kaffee oder Limonade, natürlich dänisches Lakritz und Schokoriegel und manchmal auf eine Mikrowelle mit Tütenpopcorn. Der Filmklub hat mittlerweile fast 30 Mitglieder. Letztens gab es den dänischen Film "Flammen og citronen" zu sehen, eine Produktion über zwei berühmte dänische Widerstandskämpfer im 2. Weltkrieg. Auf dt. heißt er "Tage des Zorns" … ich frage mich, wieso er nicht einfach "Flamme und Zitrone" heißt - das sind übrigens die Namen der Protagonisten. Der Initiator des Klubs war glücklicherweise der Meinung, dass man Mads Mikkelsen im Film gar nicht gut verstehen könnte und schaltete dänische Untertitel ein - zu meinem Glück. Ansonsten hätte ich wohl danach gefragt. Ich gebe zu, nach dem Film las ich mir nochmal eine Rezension auf deutsch durch, um zu überprüfen, ob ich die Handlung verstanden habe. Resümee: Ein guter Film, wenn man keinen leisen, latent traurigen Film über Schicksale im 2. Weltkrieg erwartet & mein Dänisch hat bestanden. Das sogar offiziell, habe heute eine Mail bekommen, dass ich den ersten Modultest in der Sprachschule bestanden habe. Leider ist es eine größere Leistung einem dänischen Film komplett folgen zu können, der Test war nämlich ziemlich leicht.

   

 

Entschuldigt die bescheidene Bildqualität, aber die Kasse mit Süßigkeiten-Verkauf kann ich euch einfach nicht vorenthalten.