SchafeMarch 25, 2009 10:15 pm

Das Ganze hier wird immer mehr zu meinem persönlichen Schaf- als zu einem Dänemark-Blog. Doch aus gegebenem Anlass bin ich derzeit völlig schaf-obsessiv.

Da ich hier leider keine Videos einbinden kann (Wieso nur? Jemand so blogsome/wordpress bewandert, dass er mir das erklären kann?), muss ich euch bitten auf diesen Link zu klicken. Ich sage nur drei Dinge: Schafe. Lichterketten. Großbrittanien.

SchafeMarch 24, 2009 10:15 pm

Heute im Programm: Stichverletzungen durch einen winterschlafenden Igel. Was man so alles im Heuhaufen findet…

SchafeMarch 23, 2009 4:56 pm

Forest ist heute 12 Tage alt, etwas größer als letzte Woche, wiegt etwas mehr als 5 Kilo und hatte heute eine normale Körpertemperatur von 39,4 °C. Sie bekommt nur noch viermal am Tag etwas zu trinken. Wir versuchen sie langsam daran zu gewöhnen, dass sie nur noch um 8:00,  14:00 und 20:00 Uhr etwas bekommt.

Leider wird sie immer anhänglicher und kann auch schon prima aus ihrer Stallecke ausbrechen, weshalb sie zur Fütterungszeit immer schon vor der Küche auf uns wartet und anmault, wieso wir so lange gebraucht haben.

Zwischen der zweiten und dritten Woche beginnt bei Lämmern das Wiederkäuen. Und sie übt auch schon und kaut fleißig auf Körnern, Gras und Heu herum oder niest in ihren Wassereimer (und furzt dabei). Lämmer dürfen sich aufgrund ihrer Niedlichkeit wirklich alles erlauben.

 

SchafeMarch 17, 2009 8:39 pm

Unser ist nun schon 6 Tage alt, etwa 50 cm lang und etwas über 4 Kilo schwer. Mittlerweile bekommt sie alle vier Stunden eine Flasche - glücklicherweise kann sie laut Fachliteratur auch schon 8 Stunden Pause über Nacht vertragen, was uns endlich einmal durchschlafen lässt.

Sie gedeiht prächtig, ist furchtbar anhänglich und total mitleidserregend, wenn sie wortwörtlich mutterseelenallein auf der Weide steht. Um unseren mütterlichen Pflichten nachzukommen, haben wir sie gestern geduscht, trockengerubbelt und geföhnt. Lacht nicht, irgendwer muss sie ja sauber machen und betüddeln und die naturnahe Alternative wäre, ihr wie die Mutterschafe den Hintern abzulecken. Mhm, nein danke.

EFD / EVS 8:28 pm

Rohe Gewalt - eine Axt, ein Vorschlaghammer, ein Brecheisen. Das war nötig um die langsam verrottende und unsicher werdende Jolle auf unserem Spielplatz in Stücke zu hauen, um sie später durch ein besseres Exemplar zu ersetzen.

Es war exzessiv, es war kathartisch, es war - großartig! Nur ein bisschen Rage Against The Machine hat im Hintergrund gefehlt.

 

 

Neben einer Menge Müll haben wir unter anderem ein leeres Portemonnaie, Messer und Gabel, div. Feuerzeuge, einen Plastikteller und einen dänischen Personalausweis unter den Bodenplanken dieses Boots gefunden. Was Kinder so alles verschleppen.

 

 

 

Dänemark, EFD / EVSMarch 14, 2009 10:03 am

Bei all dem Trubel um die Schafe habe ich ganz unsere Tour nach Stengade vergessen.

Meine Kollegin Rikke ist ausgebildeter naturvejleder (Naturwegsleiter? Naturführer? Ihr wisst, was ich meine.) und bietet in Zusammenarbeit mit einer Organisation geführte Touren in der ganzen Region für Krebspatienten an.

Da sie aber letzte Woche in Urlaub war, hat sie mich gefragt, ob ich nicht eine der Touren übernehmen kann. Obwohl erst kurzzeitiges Unbehagen (Ich soll fremde Personen durch ein mir unbekanntes Gebiet führen und ihnen auf einer fremden Sprache etwas über die Natur und Geschichte dieser Orte erzählen?), hab ich zugestimmt. Die Strecke bin ich mit Rikke zuvor abgegangen.

Und so habe ich letzten Dienstag eine kleine Naturführung gehalten. Weil direkt vor der verabredeten Zeit so schlechtes Wetter war, kamen leider nur zwei Personen. Dafür waren das wirklich sehr nette, herzliche ältere Damen, die eine Menge erzählen konnten (und das nicht über ihre Krankheit!). Als wir dann losgingen brach auch die Sonne hervor und wir hatten einen richtig schönen Spaziergang am Strand und im Wald inklusive Kaffeepause und Gesangseinlage von "Der er et yndigt land". Das ist das dänische Nationallied und wurde angeblich unter einer großen Buche gedichtet, die wir uns auch auf der Tour angeschaut haben.

 

  

 

 

 

 

SchafeMarch 13, 2009 9:38 pm

Und schon werde ich mein Versprechen, keine weiteren Lammeinträge mehr zu posten, brechen.

Der Grund wiegt ein paar Kilo, ist bunt-gescheckt, wollig und äußerst niedlich. Was soll ich sagen?: Tamina und ich sind Eltern geworden - eines kleinen Flaschenlamms. Donnerstagmorgen beim Füttern stand eine unser Gotländer Schafe im Stall, an seiner Seite ein wenige Stunden altes Lämmlein. Merkwürdig war, dass es aus einer ganz anderen Ecke des Stalls Geräusche machte. Eingeklemmt zwischen zwei dort gelagerten Zaunteilen fanden wir ein völlig ausgekühltes zweites Lamm. Vermutlich ist es direkt nach der Geburt dort reingerutscht und die Mutter hat es "vergessen". Denn als wir es dort rausholten und zu ihr setzten, wollte die es nicht trinken lassen und hat es mehrere Male mit dem Kopf weggestoßen und durch die Luft geworfen.

Wir haben das Mutterschaf dann festgehalten, damit das Kleine etwas richtige Milch trinken kann, um alle wichtigen Abwehrstoffe zu bekommen. Diverse Versuche, das Lamm der Mutter wieder unterzujubeln, scheiterten. Ja, ich habe tatsächlich einem kleinen Lamm den Hintern mit seiner eigenen Nachgeburt eingeschmiert, nur damit es wieder neugeboren und nach der Mutter riecht.

Glücklicherweise ist es ziemlich fit und neugierig. Es folgt uns fast überall hin, wenn es sich nicht gerade vor einem Gartenschlauch erschreckt und erstmal Anlauf nehmen muss, um mit einem großen Satz drüberzuspringen.

Das Flaschenlamm wohnt nun über Nacht bei uns in der Scheune direkt neben dem Haus (zumindest für die ersten Tage) und tagsüber ist es auf der Weide bei der Herde und rennt seiner Rabenmutter hinterher. Denn jetzt heißt es erstmal für Tamina und mich: Alle drei Stunden füttern, auch mitten in der Nacht. Glücklicherweise kann man nach den ersten Lebenstagen die Fütterintervalle vergrößern, nach zwei Monaten soll es von der Milch entwöhnt sein.

Das Lämmlein ist übrigens eine Sie und heißt Forest. Lauf, Forest, lauf!

 

 

Natürlich haben wir auch schon völlig abstruse Fotos von Forests Entwicklung geschossen und ihr erstes Mal Pipi machen fotografiert. Aber das erspare ich euch lieber.

Kategorie unnützes Wissen: Der allererste Lämmerkot ist dunkelbraun, während die folgenden während der Milch-Tränke-Phase orange sind. Toll, oder?

SchafeMarch 8, 2009 9:50 pm

Auf Wunsch eines einzelnen Herren:

Das Wedeln der Lämmer

 

 

(Wieso kann ich keine Vimeo-Videos bei blogsome einbinden?

Dafür verspreche ich, dass ich nie wieder drei Lamm-Einträge in einer Reihe bringen werde.)

Schafe 9:06 pm

 

"Komm her, kleines Lämmchen, lass dich streicheln."

"Mäh. Leck mich doch am Arsch."

"Selber!"

 

 

Schafe 12:40 pm

 

  

Es ist März - und das dänische Wetter entscheidet sich doch ein paar Minuten am Tag frühlingshaft zu werden. Die Insel ist über und über mit Schneeglöckchen bedeckt.

Und tollerweise haben wir vor zweieinhalb Wochen auch noch unser erstes Lamm bekommen! Ganz unverhofft hatten wir morgens statt neun plötzlich zehn Schäflein. Dem oder der Kleinen geht es gut, es ist direkt nach der Geburt schon quitschfidel hinter seiner Mutter her gehüpft. Und kaum drei Wochen alt schlüpft es schon durch Zäune und versucht den Futtereimer anzuknabbern. So süüüß!
Wir haben noch sechs weitere Mutterschafe, die potentiell lammen könnten. Ich bin gespannt.

  

Das Beste ist übrigens, wenn Lämmer trinken, dass sie mit ihrem Schwanz wie ein kleiner Propeller in der Luft wedeln.